Bunte Magie: Kinesiologische Tapes
Beim kinesiologischen Taping werden elastische Baumwollbänder auf das Fell geklebt, um den Körper bei Heilungs- und Regenerationsprozessen zu unterstützen. Das Besondere daran ist die Vielseitigkeit. Je nachdem, wie und wo das Tape angebracht wird, kann es unterschiedliche Effekte entfalten.
Wie funktionieren die Tapes?
Die Tapes heben die Haut sanft an, schaffen dadurch mehr Raum im darunterliegenden Gewebe und können so die Durchblutung anregen, Verspannungen lösen und Regenerationsprozesse fördern. Sie geben dem Körper einen sanften, aber konstanten Impuls, sich an- oder zu entspannen und wieder zur normalen Funktion zurückzufinden.
Hier können Kinesoiotapes dein Pferd unterstützen:
Kinesio-Tapes unterstützen nicht nur nach dem Training eine schnellere Regeneration sonder auch im Training. Sie können dabei helfen, die Körperwahrnehmung zu verbessern und so Dysbalancen und Asymmetrien im Körper ausgleichen und das Training dadurch effizienter machen.
Bei Sehnenproblemen dient das Tape nicht nur der Stabilisierung, sondern es kann auch die Belastung auf die Sehne reduzieren und so eine schonende und schnellere Rehabilitation ermöglichen.
Muskuläre Herausforderungen wie z.B. Verspannungen, Überlastungen oder mangelnde Aktivierung werden durch Kinesiotapes positiv beeinflusst.
Die Anregung des Lymphfluss ist nicht nur nach Operationen zur Reduzierung von Schwellungen hilfreich, sondern fördert auch den Stoffwechsel und den Abtransport von Abfallprodukten aus dem Gewebe.
Auch bei Narben, die oft als starres und unbewegliches Gewebe zurückbleiben, kann Taping sinnvoll eingesetzt werden. Durch die mechanische Reizung der Haut und des darunterliegenden Gewebes kann die Beweglichkeit des Narbenbereichs gefördert werden. Ziel ist es, das Gewebe geschmeidiger zu machen und die Integration in die umliegenden Strukturen zu unterstützen.
Sogar Schmerzlinderung ist mit Tapes möglich: Eine Erklärung ist die veränderte sensorische Wahrnehmung durch den zusätzlichen Reiz auf der Haut. Tapes zur Schmerzlinderung sollten immer mit Tapeanlagen oder Behandlungen kombiniert werden, die sich auf die Ursache des Schmerzes fokussieren.
Die vielleicht überraschendste Anwendung ist das sogenannte Segment-Taping. Hier macht man sich zunutze, dass bestimmte Hautareale über Nervenbahnen reflektorisch mit inneren Organen verbunden sind. Durch das Bekleben dieser Segmente auf der Haut kann ein indirekter, unterstützender Reiz an die zugehörigen Organe gesenden werden.
Fazit
Das kinesiologische Tape ist also weit mehr als nur ein buntes Klebeband. Es ist ein vielseitiges Werkzeug, das therapeutische Maßnahmen ergänzen und den Körper bei Regenerations- und Anpassungsprozessen unterstützen kann. Richtig eingesetzt kann es helfen, Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und Wohlbefinden zu fördern.