Und schon wieder geht es bergauf, doch diesmal drehen wir das Pferd um. Nein, nicht auf den Rücken! Sondern Hintern voraus bergauf.

Hier gibt es allerdings ein paar wichtige Punkte zu beachten, die ich gerne zuerst ansprechen möchte.
1. Bergauf bedeutet hier nicht steil bergauf, sondern nur so, dass man es gerade so merkt. Wie auf dem Titelbild.
2. Rückwärts bedeutet nicht 10-20 Schritte rückwärts, sondern eher nur 2-3 Schritte mit 2-3 Wiederholungen.

Nun zum Effekt: Viele Pferde treten nicht korrekt rückwärts. Sie stellen ihre Hinterbeine nach hinten aus und schieben sich mit der Vorhand darüber. Korrekt wäre es aber, wenn zunächst der Schwerpunkt durch Abkippen des Beckens und durch vermehrte Hankenbeugung nach hinten verschoben wird und erst dann das erste Hinterbein nach hinten geht.

Im Rückwärts Bergauf, kann man genau das fördern. Die Schräge des Bodens verhindert ein nach hinten rausschlurfen – um die Hinterhand korrekt nach hinten stellen zu können muss das Pferd die Beine richtig heben und das wiederum kann es nur, indem es die Hanken beugt.

Außerdem muss nun auch ein wenig die Schwerkraft besiegt werden. Und das kann das Pferd nur über Anspannen der Bauchmuskeln und dadurch Abkippen des Beckens.

Patricia Wegmann:
Ich liebe diese simple aber effiziente Übung sehr! Denn sie unterliegt dem Prinzip "weniger ist mehr". Denn schon ganz sanfte Steigungen bringen massive Fortschritte im Körperbewusstsein und der Kraftentwicklung unserer Pferde.


Weiter Ausbauen kann man die Lektion "rückwärts bergauf" indem man die Bewegung gezielt auf einen ausgewählten Hinterfuss wieder nach vorne versetzt.

Übrigens - die Übung der Gewichtsverschiebung nach hinten im Stehen wird in diesem Setting zur Lektion für Fortgeschrittene.